Atemberaubende Ausblicke in die Sextener Dolomiten und eine tolle Panoramarunde zu jeder Jahreszeit am Kreuzbergpass mit tollen Einkehrmöglichkeiten auf 2 Almen oder "Mr. Bergfreaks bekommt Frühlingsgefühle"...

 

Urige Almenrunde mit viel Genuß

Start unserer Frühlings-Almen-Genuß-Tour war am Kreuzbergpass auf 1.600 m  in Südtirol.

 

Von hier aus schlängelt sich der Weg Nr. 131 moderat steigend in die Höhe.

 

 

Da es am Tag die Frühlingstemperaturen bereits die 16 Grad erreichten, war der Weg teilweise am Morgen sehr eisig und wir waren froh, dass wir unsere Leichtgrödeln zu dieser Jahreszeit immer in unseren Rucksäcken hatten.

 

Das Panorma welches man auf den breiten Forstweg voll und ganz genießen kann ist wirklich nur schwer in Worte zu fassen. An diesen Tag waren uns die mächtigen Gipfelspitzen der Sextener Dolomiten besonders nah und ich war fasziniert von den unterschiedlichsten Gipfelformationen.

 

 

Nach gut 30 Minuten gelangten wir dann an einem Wegweiser wo sich der Weg gabelt; man hat die Alternative den direkten Aufstieg zur Nemes Alm (Gehzeit ca. 40 Minuten) oder in 1 Stunde zur Coltrondo Alm zu erwandern. Wir entschieden uns für den längeren Weg Nr. 149 zur Coltrondo Alm und wollten unsere Wegrunde über die Nemes Alm beenden.

 

 

 

Auf ziemlich eisigschroffen Weg ging es nun in den Wald, im stetigen auf- und ab, mal führte uns der Weg weit nach rechts, mal nach einer Kurve zurück und wir konnten uns die Lage der Alm nicht mehr erklären.

 

Nach gut einer Stunde und den x-ten erklommen Buckel  fühlte ich mich fast wie zu Hause, ohne Sicht auf die schroffen Dolomiten,  Hügel auf und Hügel ab immer tiefer in den Wald hinein, kam dann doch der erleichternde Blick über den Bichl : Die Coltrondo Alm war zum greifen nahe und hielt eine richtige Überraschung für uns bereit!

 


was für eine Aussicht !!!


 

Ziemlich schnaufend kamen wir bei der Alm an. Der Schnee verwandelte die zuerst eisigen Wege in "Schlunz-Trampel-Wege" denn der Schnee wurde im laufe des Vormittags schwer, sulzig und unangenehm schmierig.

 

Somit beschlossen wir erstmal ausgiebig Rast in dieser urigen Hütte mit ihrer wundervollen Sonnenterrasse zu machen und uns eine Südtiroler Leckerei in irgend einer Form zu gönnen.

 

Mr. Bergfreak wurde mit einem freundlichen "Ciau bello" empfangen während wir uns einen Platz auf einem der gemütlichen Holztische und -bänke suchten.

 

Die Speisekarte läßt keine Wünsche offen und auch an Vegetarier ist hier ausreichend gedacht. Wir entschlossen uns für die "Schlutzkrapfen" (eine Art Nudelteig gefüllt mit Kartoffeln und Frischkäse mit Butter und Parmesan) und da die Kalorienzufuhr ja gedeckt sein muß, zum Nachtisch noch einen leckeren Kaiserschmarrn. Frei nach dem Motto: "Ohne Mampf - kein Kampf".

 

Ja war das lecker !

 

Wir schlemmten was das Zeug hielt und ich kann Euch nur sagen, egal ob Schlutzkrapfen oder Kaiserschmarrern, der Gaumen wurde genauso verwöhnt wie die Augen mit der grandiosen Aussicht in die Dolomiten.

 

Jedoch einen Blick in die Urige Alm wollte ich mir nicht entgehen lassen und irgendwie bedauerte ich es, daß es nicht stürmte und schneite, denn auch der Innenraum der Alm lud durch die Gemütlichkeit zum verweilen ein.



Gut gestärkt führte uns unser Weg weiter hinter der Colontro Alm zur Nemes Hütte.

 

Dieser Rundweg führt hinter der Coltrondo Alm auf ein Hochplateau wo fast keine Höhenmeter mehr gemacht werden müssen.

Gemütlich bahnten wir uns unseren Weg durch den immer tiefer und "sulziger" werdenden Schnee und ich war froh, daß es sehr moderat dahin ging, denn so langsam wurde der Weg zu einem kleinen Kraftakt.

 

Nicht nur die Anstrengung raubte mir den Atem auch dieses unbeschreibliche Panorama. Jetzt wußte ich wieder, warum ich diese Dolomiten so sehr liebe.

 

 

Mr. Bergfreak mit seinen "Quattro-Allrad" kam von uns allen am leichtestens vom Fleck und konnte einfach nicht verstehen, warum seine 2-Beiner schnaufend hinter ihm hergestapft kamen. Der schneeverrückte Hund genoß diese Tour genauso wie wir nur eben auf seine "Hundeart".

 


 

Nach gut 1 Stunde war dann auch schon die Nemes Alm in Sicht. Der Weg über das Hochplateau ist eine kurzweilige Wanderung denn es gibt hier so viel zum sehen und staunen, da fällt einem gar nicht auf wie schnell die Zeit doch vergeht.

 

Die Sonne schien vom markellosen Himmel und es war nach dem Winter wirklich eine Wohltat gut eingecremt im T-Shirt die Wärme zu genießen und ordentlich Vitamin-D zu tanken.

 

 

Was war das für eine Aussicht auf diesem Hochplateau. Jeder gegangene Höhenmeter und das dauerhafte Einsinken in den schweren Schnee war es wert, diesen Blick erwandert zu haben und diesen nun genießen zu können.

 

 

Schweren Herzens machten wir uns auf den Weg zum direkten Abstieb von der Nemes Alm zum Ausgangspunkt des Kreuzbergpasses welchen man von dort in gut 45 Minuten wieder erreicht hat.

 

Eine sehr lohnenwerte Rundtour mit tollen Einkehrmöglichkeiten auf beiden Almen/Hütten welche für Hunde keinerlei Schwierigkeiten aufweist und auch für Familien mit lauffreudigen Kindern sicherlich ein tolles Erlebnis in den Dolomiten ist.

 

Kreuzbergpass - Coltrondo Alm - Nemes Alm - Kreuzbergpass

Rundweg 13 km und 580 hm, Gehzeit : 3 Stunden 30 Minuten

 


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Dieser Bericht basiert auf einen privaten Aufenthalt auf den Coltrondo Alm.

 

Auf der Coltrondo Alm besteht die Übernachtungsmöglichkeit im Bettenlager.
(Stand 03/2019)

 


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