Was war das für ein grandioses Panorama als wir unsere Brotzeit auf einen vorgelagerten "Bichl" auspackten, abseits des Trubels welcher auf der Olperer Hütte herrschte. Hinter uns war nur das Plätschern des Baches zu hören. Vor uns lag uns der türkisfarbige Schlegeisstausee, der Blick schweifte weit in die Gletscherriesen des Zillertaler Hauptkamms zum Großen Möseler, Schwarzenstein, Hochfeiler sowie dem Hochferner.

 

Toni knabberte genußvoll an seinem "Gipfelwiener" und ich biß genußvoll in mein Käsebrot und dachte mir "Herz was willst du mehr"...


 

Wir starteten unsere Tour in Mayrhofen und fuhren mit unserem Auto in das malerische Örtchen Ginzling. Dort beginnt auch die 16 km lange Alpenstraße welcher wir folgen, jedoch das wir uns hier in einem Radl-Eldorado befinden, stellt sich bereits nach wenigen Kilometern auf der gut ausgebauten Straße heraus.

 

Nachdem wir die Mautstelle passiert hatten fuhren wir Meter um Meter in eine atemberaubende Hochgebirgswelt welche uns mit Wasserfällen, Zirbenwäldern, unzählichen Alpenblumen und so machen Gletscherblick überraschte.

 

Als wir so gemütlich der sich ins Tal schlängelnden Straße folgten war ich wirklich beeindruckt von den ganzen Mountainbikern und Rennradfahrer. Sie "quälten" sich dennoch mit einem Lächeln im Gesicht die zum Teil hohe Steigung der Straße immer Richtung Staumauer durch Tunnels und Serpentinen empor. In diesem Augenblick liebte ich mein Auto von ganzen Herzen.

 

 

 

Da es wieder ein heißer Sommertag werden sollte, waren wir schon zeitig am Schlegeisstausee angekommen. Die mächtige und dominante Staumauer (welche auch mit einem Klettersteig versehen ist und mit einer Führung begangen werden kann) war noch menschenleer.

 

Wir genossen diese Ruhe und den Anblick der mächtigen Zillertaler Gletscherwelt.

 

 

Unser Wanderziel für heute war die Olpererhütte. Diese liegt traumhaft schön südöstlich unter dem Olperer und der Gefrorenen-Wand-Spitze und ich freute mich jetzt schon auf das berühmt berüchtigte "Brücken-Foto".

 

Nach ein paar Metern um den Schlegeisstausee zweigte unser Weg auch schon rechts in einem lichten Wald ab, der Wegweiser (Weg Nr. 502)  verrät uns, daß wir in ca. 1 1/2 Stunden an unserem Ziel der Olpererhütte ankommen werden.

 

Gleich zu Beginn geht es etwas steiler durch den Wald bergauf. Nachdem die Latschen die Bäume ablösen, wird der Weg moderat steigend, schmal jedoch nie ausgesetzt kommen wir Meter um Meter höher und hören von der Ferne bereits das Rauschen des Riepenbachs welcher unser stetiger Begleiter im Wegverlauf werden wird.

 

 

Noch ein bisschen den Schatten genießen

Wunderschön der Blick in den türkisfarbigen Schlegseisstausee

Der Weg geht moderat nie ausgesetzt nach oben


 

Nach gut einer halben Stunde hat man dann auch schon einen faszinierenden Blick in die Zillertaler Hochalpen und spätestens hier wurde uns klar, daß diese Wanderung eine reine Genußtour ohne weitere Schwierigkeiten für uns war sondern ein Augenschmaus. Wir liefen unseren Weg, ohne Hast und Zeitdruck - gemütlich, entspannt und genussvoll. Meter um Meter kamen wir unseren Ziel näher.

 

Mr. Bergfreaks schnuffelte sehr interessiert in den Sträuchern und zum Teil noch von rosafarbigen Alpenrosen geschmückt wurden und von weiten hörte ich, dass die Murmeltiere sich angeregte "unterhielten" und ihre schrillen Pfiffe waren das Einzige was diese Ruhe hier oben unterbrach.

 

 

Als wir an dem Bankerl "Olpererhüttenblick" ankamen, machten wir mal einen Probesitz - mhhhh, ja, o.k. da hält man es definitiv aus und am liebsten wäre ich gleich hier meiner Lieblingsberzeit nämlich der "Brotzeit" nachgegangen, aber als wir unseren bereits zurückgelegten Weg so begutachteten wußten wir, daß wir dieses Privileg der Ruhe nicht mehr lange für uns alleine hatten.

 

Somit beschlossen wir zügig die letzten paar Meter über grüne Wiesen und dem rauschenden Bach zum Olpererhaus zu gehen und die Entscheidung erwies sich im nachhinein als brilliant!

 


 

Als wir an der Olpererhütte ankamen wurden wir von einer Herde meckernden Ziegen und gackernden Hühnern begüßt.

Mr. Bergfreak - mein Alpenjäger war im Paradies. *augenzudrück-zwinkern*.

 

 

Schon beim Start unserer Tour hatte ich ein Bild vor Augen welches ich heute unbedingt in meine Kamera bringen wollte, die berühmt berüchtigte Hängebrücke oberhalb der Hütte am Zubringer des Berliner Höhenweges oder am Übergangsweg zum Friesenberghauses.

 

Deshalb hielten wir uns nicht lange zwischen Ziegen und Hühnern auf und gingen weiter der Wegbeschilderung "Berliner Höhenweg".

 

Und da war sie, wirklich unscheinbar, zwei Meter über den Boden, überquert man den rauschenden Riepenbach auf der wackeligen Hängebrücke. Ich fühlte mich wie die "Königin der Alpen" als ich mitten auf der Brücke meine Arme ausstreckte und den freien Blick auf Schlegeis & Co. hatte.

 

Mein Wunsch und mein Flehen wurde erhöht; keine Menschenseele war hier und ich konnte mir meinen langersehnten Wunsch erfüllen "mein" Bild in die Kamera zu bringen.

 

 

 

Voll mit Endorphinen, welche verrückt spielten, schlenderten wir den Weg welchen wir gekommen waren wieder zurück - jedoch wir wurden fast überrannt von Menschenmassen welche pünktlich zur Mittagszeit auf der Olpererhütte eintreffen wollten.

 

Somit gingen wir über Wiesen & einem Bächlein zu einem ruhigen vorgelagterten Bergrücken welcher uns zur Mittagspause einlud.

 

 

Da hatten wir wirklich ein ruhiges und romantisches Fleckchen gefunden für unsere "Jause". Frisches Quellwasser inklusive und einen Panoramablick welchen ich fest in meinen Erinnerungen gespeichert habe.

 

So wundervoll präsentierte sich der türkisfarbige Schlegeisstausee, unser Blick schweifte weit in die Gletscherriesen des Zillertaler Hauptkamms zum Großen Möseler, Schwarzenstein, Hochfeiler sowie dem Hochferner.

 

Toni knabberte genußvoll an seinem "Gipfelwiener" und ich biß genußvoll in mein Käsebrot, trank mein "Lieblingsradler" dazu  und dachte mir "Herz was willst du mehr".

 

Als wir nach gut 2 Stunden wieder bei unserem Auto ankamen war es selbst in dieser Höhe (auf 1.795 m liegt der Parkplatz am Schlegeisstausee) stickig und heiß.

 

Wir genossen den Sommertag im Schatten am kühlenden Bach und liesen diesen Tag mit wundervollen Bildern und Erinnerungen für uns gemütlich ausklingen.

 


Daten zur Tour

 

Anfahrt über Mayrhofen - Ginzling - ab Breitlahner Straßenmaut : 12,00 € / PKW bis zu 5 Personen.

Öffnungszeit der Mautstraße : MItte Mai bis Ende Oktober.

 

Tourendaten: direkter Aufstieg 600 hm, 3 km, Gehzeit 2 Stunden, gleicher Weg zurück.

Alternativ Tour: Neumarkter Runde, Gehzeit ca. 5 Std.

 

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Wandern Schlegeisstausee

Kommentare: 1
  • #1

    K. _P. _ (Sonntag, 13 Januar 2019 17:42)

    Kann ich nur bestätigen. Der direkte Aufstieg ist zwar hart, aber das Panorama entschädigt für alle Strapazen.