Bohhh was für ein Lärm!

 

Tosend stürzten 1.000 von Litern Wasser in die Tiefe, die Millionen Wassertropfen prickelte in meinem Gesicht und ich bekam die 2. Naturdusche - ganz umsonst. Naja bei diesen Temperaturen war dies ja ganz angenehm und Mr. Bergfreak hatte seine große Freude daran die Nase gegen die aufpeitschende Gischt zu strecken.

 

Was war das für eine Naturgewalt an den Reinbach Wasserfällen in Sand in Taufers...

 


Einzigartig  -  mächtig  -  Ein kraftort

Wir starteten unsere Tour an der "Wasserfall-Bar" in Sand in Taufers (Nationalpark Rieserferner-Ahrn). Hier gibt es einen kostenpflichtigen Parkplatz wo man am Morgen keine Probleme hat sein Auto zu parken.

 

Gemütlich begann unsere Wanderung über den Franziskus Weg welcher schön schattig moderat und leicht steigend im Wald seinen Verlauf nimmt.

 

Wild romantisch zwischen Farne und "Stoa-Mandln" (Steinmännchen) ging unser Weg zum 1. Wasserfall welcher von Weitem schon zu hören war.

 

Nach 20 Minten kam uns schon ein Schwall Wasser entgegen; schnell die Kaputze aufgesetzt und schon begann meine Wellnessanwendung in Form eines Gesichtspeeling. Ich fühlte mich als ob ich gegen eine Wand laufen würde, die aufpeitschende Gischt machte es mir fast unmöglich die Augen offen zu halten - der tosende Lärm war beeindrucken und mit geschlossenen Augen fühlte ich die Kraft des Wassers auf meiner Haut und in meinen Ohren.

 

Die Schneeschmelze in den Bergen hatte die sonst plätschernden sanften Wasserfälle zu reißenden Sturzfällen verwandelt und ich war gespannt wie die anderen beiden Wasserfälle, welche noch auf unseren Weg lagen, sich uns präsentieren würden.

 


 

Nach dieser ersten Naturdusche ging es erstmal wieder auf den schönen wurzeligen Waldwegen weiter in die Höhe, das Rauschen des Wassers immer im Ohr.

 

Fast wieder trocken erreichten wir nach weiteren 20 Minuten den 2. Wasserfall. Ich nahm auf einer der Bänke Platz und betrachtete das eifrige "Wuseln" der ebenfalls frisch geduschten Wanderer welche an mir vorbei gingen.

 


Ein atemberaubender Einblick in den Fall und den Verlauf des tosenden Wassers überraschte mich nach der nächsten Kurve und einer kleinen Rast.

 

 

Als wir nach weiteren 15 Minuten den 3. Wasserfall erreichten und wir über eine vor Wasser ernebelte Brücke gelangten traute ich meinen Augen nicht. Mutternatur zeigte sich hier von ihrer größten Gewalt. Lautstark rauschte hier das Wasser gut 40 m in die Tiefe an uns vorbei und ich bekam meine zweite kostenlose Naturdusche. Wie klein der Mensch in solch einem Naturschauspiel doch ist - fast nicht zu erkennen - und trotzdem da. 

 

Mr. Bergfreak hielt genüßlich seine Nase in die Gischt - nach dem hechelnden Aufstieg genoss er diese willkommene Abkühlung und somit war Mrs. Bergfreak bis auf die Unterwäsche nass als wir unseren Rückweg antraten.

 


Nach gut 50 Minuten standen wir wieder vor dem 1. Wasserfall. Unser Rückweg war gleich Hinweg. 

 

Durch das ganze "Geplätschere" um mich herum war ich froh, daß ich dieses charmante WC-Häuschen im Wald beim ersten Wasserfall am Rückweg fand.  Ja manchmal ist man für solch eine Örtlichkeit wirklich sehr dankbar *grins*.

 



der   Rückweg   im   Flug

Ein bischen mit Neid betrachtete ich die Wanderer schon welche anstatt 50 Minuten in 5 Minuten juchzend zum 1. Wasserfall zurück schwebten.

 

Nach der Holzbrücke am 3. Wasserfall geht es nämlich zur "Fly-Line" (Öffnungszeiten Sommer) welche die Wanderer gemütlich mit Flying-Fox schwebend durch die Reinbachschlucht zum 1. Wasserfall zurück bringt.

 

Ich schmunzelte vor mich hin, denn bildlich stellte ich mir den Rückflug mit Mr. Bergfreak im Arm vor, mit wehenden Ohren und ich mit feuerrotem Kopf im Gurt- ähmm, nö vergessen wir lieber diese Bilder!

 

Ob Hunde dort befördert werden weis ich nicht, denn für uns kam diese Option nicht in Frage. Somit blieb uns als Hundewanderer nur der Abstieg auf Schustersrappen übrig - jedoch somit konnten wir die Wasserfälle doppelt genießen, ist doch auch nicht schlecht - oder?


Gehzeit 1. Wasserfall ca. 20 Minuten (40 m Höhenunterschied)

(dieser Abschnitt ist kinderwagentauglich über die Forststraße oder den Franziskusweg)
Gehzeit 2. Wasserfall ca. 40 Minuten (140 m Höhenunterschied)
Gehzeit 3. Wasserfall ca. 55 Minuten (170 m Höhenunterschied)

hier kann der Rückflug mit der Fly-Line gestartet werden (ich behaupte nun mal - nur Wanderer!)

 

Der Franziskusweg ist ganzjährig begehbar - im Winter sind Grödeln sicherlich von Vorteil!

 


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