Gramai Alm

"Auf der Alm da gibt's koa Sünd".

 

Von wegen ! - Alleine der leckere Nachtisch welchen wir jeden Abend aufgetischt bekommen haben war die Hüftsünde pur jedoch er war es jeden Genußmoment wert.

 

Ganz zu schweigen von unseren romantischen Stunden am Heuboden und Hochsitz oder unserem Waldgeflüster, ich kann Euch wirklich sagen: "auf der Alm da gibt's koa Sünd".

 

Als wir den Alpengasthof Gramai Alm vor uns sahen, wurde mir sofort klar, daß es sich hier um ein ganz besonderes Fleckchen Erde handelt.

 

Abgeschieden, ruhig am Talschluß des Falzthurntales gelegen waren wir auf 1.267 m angekommen. Das Handy war tot und außer den Kuhglocken welche aus der Ferne läuteten war hier absolute "Funkstille". "Genau das was ich die nächsten Tage brauche" schoß es mir durch den Kopf und lächelnd betraten ich den Alpengasthof und freute mich auf ein paar erholsame Tage in diesem zauberhaften Karwendeltal mit meinen beiden Liebsten.


Zeit die wir uns nehmen ist Zeit die uns was gibt

Unser Zimmer "Edelweiß" war bereits bezugsfertig und meine Erwartungen wurden vollstens erfüllt als wir unser Zimmer betraten.

 

Warme Farbtöne, kombiniert mit Holz und edlen Materialien verbaut auf 36 m² eröffneten mir einzigartige Wohlfühlmomente und sollte hier jemand Moderne erhoffen, der wird hier vergebens suchen. Wir sind hier immerhin auf einer Alm und dieser Almflair spiegelt sich auch in den charmant eingerichteten Zimmer zu 100 % wieder.

 

Ein Blick von unserem Balkon lies meine Gedanken gen Himmel schweifen. Was für ein wundervoller Ausblick auf die Lamsenspitze eine beeindruckende Bergkulisse zeigte sich zwar im Wolkenkleid, die vom Regen reingewaschene Bergluft und die Tiroler Gastfreundschaft lies mir jedoch sofort klar werden, daß ich hier zur Ruhe kommen und meinen Aufenthalt vollstens genießen konnte.

 



 

Almzeit ist echte Auszeit !

 

Schon nach ein paar Stunden auf der Gramai Alm merkte ich, daß die Entschleunigung auch bei mir einsetzte, denn hier steht einfach die Natur, Du selbst und Dein Partner im Mittelpunkt. Handyempfang gibt es nur am Handybaum vor dem Gasthof, im Erdgeschoß neben der Rezeption oder in der Plauderstube im Wellnessbereich. Ansonsten ist hier im wahrsten Sinne des Wortes "Funkstille".

 

Somit waren alle Sinne zu 100 % auf mich selbst und Mr. Bergfreak gerichtet, welcher mit dem Gamser'l an der Wand einen guten Telepartiepartner gefunden hatte und wir uns somit auf den Weg in das Natur-SPA, welches hinter dem Almgarten liegt, machen konnten.

 


Auszeit für Körper, Geist und Seele

Das Natur-SPA der Gramai Alm

 

Als ich mit meinem Bademantel durch den Almgarten spazierte freute ich mich sehr auf diese Wohlfühloase mitten in der Bergwelt. 

 

Nicht um sonst ist dieser Wellnessbereich mit 1 Lilie ausgezeichnet worden und ich konnte mein Glück kaum fassen endlich in diesen Genuß zu kommen, die 2.100 m² zu erkunden und meinen persönlichen Rückzugsort zu finden um die Seele dort baumeln lassen zu können.

 

 

In der Tee- und Plauderstube stehen dem Gast den ganzen Tag über, frisches Obst, Tee, Wasser und Knabbereien zur Verfügung. Wir setzten uns gemütlich in einem der kuscheligen Sessel und schalteten bei einer Tasse Tee einen Gang nach unten und als ich so vor mich hinträumte kam mir ein weiser Spruch in den Sinn : "Verweile nicht in der Vergangenheit, träume nicht von der Zukunft sondern konzentriere dich auf den gegenwärtigen Moment." (Buddha).

 

 

Ich hätte hier noch stundenlang sitzen bleiben können, jedoch der Moment des Aufgusses in der Wilderersauna lockte mich dann doch aus diesem gemütlichen Ambiente.

 

Als Alternative gibt es im Nacktbereich (Zugang ab 15 Jahren) noch die Bärensauna und das Dampfbad "Waldnebel" mit der vorgelagterten FKK-Liegewiese "Sonnenplatz'l" jedoch ich schlüpfte nach meinen Saunagang wieder in meinen Bademantel und suchte in Mitten des Saunabereiches gelegene Schnarchhütterl auf.

 

 

Nicht das ich schnarchen würde (niemals wie kommt ihr nur darauf), jedoch diese kleine Holzhütte sah für mich so einladend aus, und der Blick in den Innenhof des Saunabereiches und die Bergwelt lies mich weitere Tagträume träumen und schon war es Zeit für meinen zweiten Saunagang, diesmal in der Bärensauna, mit Orangenaufguß.

 


Links die Bärensauna 90°, mittig im Bild die Wilderersauna 60°

 

Zeit endlich Luft zu holen...

 

Nachdem ich meinen zweiten Saunagang abgeschlossen hatte, wollte ich einfach mal mich den Aromen der Bergwelt widmen. In der Hexenküche werden aus den Kräuter des Almgarten wertvolle ätherische Öle gewonnen welche für die Sauna und Aromamassagen direkt vor Ort verwendet werden.

 

Immer den betörenden Duft hinterher, landete ich in einem ziemlich dunklen Raum welcher nach Lavendel duftend eine richtig beruhigende Wirkung auf mich hatte und die darin befindlichen wärmenden Wasserbetten taten ihr Nötiges dazu um mich in einen beruhigenden und erholsamen Schlaf zu schaukeln.

 



 

Als ich wieder aus meinen Schlummerschlaf erwachte, fühlte ich mich so gechillt wie lange nicht mehr. Der Tatendrang in mir wurde auch wieder wach und somit machte ich mich auf zur weiteren Entdeckungsreise dieses einzigartigen Wellnessbereiches.

 

Wo geht es denn hier lang ? Neugierig öffnete ich die Türe welche sich genau gegenüber meiner erholenden Hexenküche befand. Zu meiner Verwunderung befand ich mich in einem ganz anderen Wellnesswelt. Steinig, salzig und mit Hängeliegen versehen öffente ich einen Raum welcher mich zum richtigen Luft holen animierte, denn Salzluft reinigt bekanntlich ja die Atemwege.

 

 

Der Bergstollen "Salzluft"

 


 

Eigentlich hätte man in diesen beiden Räumen den ganzen Tag verbringen können, jedoch ich hatte im Hinterkopf, ein paar Bahnen im Bergsee zu schwimmen. Somit packte ich meine 7 Sachen in die Wellnesstasche und ging wieder zurück in den Außenbereich des SPA's.


der vitalisierende Bergsee

und die Tagträumerei

 

 

Ja brrrr.... war das kalt. Nach meiner 60° Sauna, den wärmenden Wasserbetten und der angenehmen Salzluft war der sonnenerwärmte Bergsee fast etwas zu kalt für mich. Gut ich gebe es zu ich bin ein Warmduscher und unter 24° gehe ich nur ungern in ein Schwimmgewässer und dieser Naturpool war eindeutig zu kalt für mich.

 

Somit zog ich es vor im Hotwhirlpool "Wildwasser" mich ordentlich durchsprudeln zu lassen welches mit seinen 35° für mich genau das Richtige war. Ja hier hielt ich es aus und der Blick auf die Berge waren Seelenbalsam und Erinnerungen kamen in mir hoch, wie ich mich damals in den Brudertunnel hoch zur Lamsenspitze "geschunden" hatte.

 


 

Neben der Wasserwelt der Gramai Alm befindet sich ein Haus wo Träume wahr werden. Die Träumerei.

 

Im schlichten blau-türkis gehalten warten auf die Badenixen hier eine Chill-out-Lounge wo man sich seinen Tagträumen völlig hingeben kann. Die Bergwelt immer im Blick, den türikfarbigen Bergsee vor Augen erliegt man seinen Träumen auf kuscheligen Wellnessbetten. Die Farben der Elemente Wasser und Fels sind in der Bauweise dieses Ruheraumes nicht zu übersehen. Für mich beruhigend und gemütlich.

 



 

Am Heuboden

 

Als ich mich entschlossen hatte, mich mit meinem Buch in einem der Ruheräume zurück zu ziehen ging ich nochmal zurück zur Plauderstube um mir noch eine Tasse Tee zu holen.

 

Mit einem guten Kräutertee bewaffnet ging ich die Treppe hoch und stand vor einer Türe welche die Aufschrift "Heuboden" hatte. Ich beschloß das dies jetzt genau der richtige Ort für mein Buch und den Tee sei und trat ein.

 

 

Ich traute meinen Augen nicht - so viel Almgemütlichkeit mit einem Flair welcher mich komplett faszinierte. Egal was diese Wellnessoase noch zu bieten hatte, das hier ist mein absoluter Lieblingsort des Wellnessbereiches der Gramai Alm. Mit seiner großen Glasfront war er hell und man hatte einen Rundumblick welcher einem das Gefühl gab in einer Heuwiese draußen im Tal zu liegen.

 

Ich stellte meinen Tee ab, packte mich in die kuscheligen Decke ein und genoss den Duft des Heu's welches den ganzen Raum erfüllte.  Ich fühlte mich so leicht, so gut, so entspannt - so glücklich!

 



Ausschau halten vom   Hochsitz

 

Gegenüber meines geliebten Heuboden befand sich einen besonderer Ruheraum : Der "Hochsitz".

 

Ein Stockbett welches freie Sicht auf die Bergwelt bietet, ein g'miatlicher Schaukelstuhl und ein paar Hängekorbsessel auf dem Balkon bieten mit den Ferngläsern die Möglichkeit den Gamserl'n beim weiden in den Felswänden zu zu sehen. Nur so langsam stellte ich mir die Frage, wo war eigentlich mein "Försterlein" geblieben?

 


 

Ich machte mich auf die Suche nach meinen Mann welcher mir vor lauter Euforie über diesen traumhaften Ort zwischen Saunagang 1 und 2 abhanden gekommen war und ich war sehr überrascht als ich ihm im dunklen Wald wieder fand. Naja eigentlich hätte ich es ja wissen müssen, denn wo sonst sollte ein Förster denn sein außer im Wald?

 

Im Wald da sind die Räuber

 

Der Ruheraum "Waldgeflüster" ist ein Ruheraum der Extraklasse. Ich dachte, ich hatte schon jede Überraschung hier erlebt, jedoch ich wurde eines besseren belehrt. Vor Freude uns wieder gefunden zu haben, kuschelten wir uns gemeinsam in eines der Baldachinbetten und genossen unseren SPA-Nachmittag mit leisen Waldgeflüster.

 

Kein Raum in diesem SPA-Bereich gleicht dem anderen, jeder überzeugt mit Klasse und Exklusivität, mit Ideen- und Einfallsreichtum. Ich war beeindruckt mit wieviel Liebe und Elleganz jeder Raum für sich gestaltet und kreiert wurde.

 



Nach einem entspannten Wellnessnachmittag gingen wir zurück in unser Zimmer wo Mr. Bergfreak schon vorwurfsvoll auf uns wartete, denn diese Gams war einfach zu langweilig. Sie meckerte nicht, sie lief nicht davon, sie guckte nur egal wo man im Zimmer war einem tief in die Augen.

 

Nach einem gemütlichen Spaziergang kehrten wir noch in unserem urigen Almgasthof "Gramai" ein wo sich das ganze Ambiente der Gemütlichkeit und Exklusivität des Wellnessbereiches ebenfalls widerspiegelte.

 


Die fleissigen Genusshelfer der Gramai Alm

Das Frühstück am nächsten Morgen lies keine Wünsche offen.

 

Aus der Frühstückskarte wählte ich mir mein Wunschrührei und vom Buffet gab es leckeren Almkäse, frischen Joghurt mit Cerealien, Porridge, frisches Obst und alles was das Herz sonst noch begehrt. Meine Lieblingsmarmelade war die Erdbeer-Prossecco welche ich mit Hochgenuß auf einem Croissant verdrückte.

 

Ich freute mich jedoch schon beim Frühstück auf unser Abendessen welches wir auf der Menükarte auswählten und in Form eines 3-Gänge-Menü's am Abend serviert bekommen würden. Meine Geschmacksnerven jubilierten und die Freude auf den Abend begleitete mich den ganzen Tag.

 

Als endlich das Warten ein Ende hatte und wir den Gastraum zum Abendessen betraten wurden wir nett und freundlich von den Chef und Obergenußhelfer Adi und seiner Frau Gabi begrüßt. Zusammen mit ihren drei Kindern, Martin, Manuela und Michael sind sie das eingespielte ALM-Team und haben für jeden Gast ein offenes Ohr.

 

Und da sagt mir noch einmal einer, daß es auf der Alm koa Sünd' gibt. Egal was wir in den Suppentopf oder auf unseren Tellern fanden war Sünde pur.

 

Die Genußküche auf der Gramai Alm läßt keine Wünsche offen, egal ob Vegetarisch, Fisch- oder Fleischgericht alles war liebevoll angerichtet, perfekt gegahrt und so lecker, dass wir so lange schlemmten bis aus unseren Schüsseln der letzte Tropfen und auf den Tellern der letzte Krümel verschwunden war.

 

Ihr wollt auch mal sündigen ? - Bitte schön...

 



Da es für uns ein ganz besonderer Aufenthalt auf der Gramai Alm war, haben wir uns dazu entschlossen eine "SPA-Luxuszeit für zwei" uns im Wellnessbereich zu gönnen. Ich konnte mir nicht vorstellen, daß der uns zugängliche SPA-Bereich noch irgend eine Überraschung bereit hielt, jedoch auch hier wurden wir nochmal mehr als positiv überrascht.

 

Im Massage- und Anwendungshaus "Wohlfühlzeit" wurden wir für unsere gebuchte Luxuszeit freundlich empfangen und die Treppe hinunter in das Basement geführt. Wir blickten uns etwas verschmitzt an als wir vor dem sonst verschlossenen "Heu- und Kräuterstadl" standen und wir nicht so recht wußten was unsere romantischen Badeträume für uns bereit hielten.

 

 

Jetzt wußte ich warum es eine exklusiv Zeit für zwei war.

 

Eine Holzbadewanne mit feinem Schaumbad vor dem knisternden Kaminfeuer, ein romantisches Heubett mit feinen Duft, eine ordentliche Brotzeitjause und zwei Schnäpserl'n und das zusammen mit seinem Liebsten genießen zu dürfen - ich bin doch wirklich ein richtiges Glückskind.

 


 

So aber nun raus mit Euch - denn dies ist immerhin eine romantische Luxuszeit für Zwei !


Und immer dran denken : "Auf der Alm da gibt's koa Sünd..."

 


Der Bergfreaks-Tipp

 

Ihr sucht mal eine kurze Auszeit vom Alltag? Auf der Gramai-Alm kann man auch nur mal einen Tag entspannen und abschalten.

Im DaySPA könnt Ihr die Seele baumeln lassen und am Abend ein leckeres Abendessen im Alpengasthof Gramai genießen.

 

Der Almgasthof ist ganzjährig geöffnet und im Winter nur zu Fuß zu erreichen. Das Hotel und der SPA-Bereich haben jedoch von Anfang November bis Ende April geschlossen da eine Anfahrt mit dem eigenen PKW in dieser Zeit nicht möglich ist.

 


Dieser Beitrag basiert auf einen privaten 3-tägigen Aufenthalt auf der Gramai-Alm im August 2019


 

Tags: Wellnesshotel, Tirol, Karwendel, SPA-Hotel, Hideaway, Achensee, Pertisau, DaySPA

 

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