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Rund um den Hochkeil, Hochkönig, Salzburger Land

Auf leisen Sohlen durch den Winterwald stapfen, nur das eigene Schnaufen und den Herzschlag hören, das ist für mich Erholung pur.

Ich muß schon sagen, so eine Schneeschuhtour ist wirklich anstrengend wenn diese nicht gerade im Flachen entlang geht, jedoch genossen wir die Schneeschuhtour "Rund um den Hochkeil" und wenn ich Euch sage, diese Tour hat es mehr als verdient in die Genußtouren der Bergfreaks aufgenommen zu werden, dann dürft Ihr mir das zu 100 % glauben.


Am besten parkt und startet man für diese Schneeschuhtour auf 1.500 m am Berghotel Arthurhaus in Mühlbach am Hochkönig.

 

Unser Weg führte uns vorbei an den kleinen Skigebiet am Hochkeil hinein in den präparierten Winterwanderweg welcher sich auf der einen Seite und die Langlaufloipe auf der anderen Seite befand.

 

Aus Rücksicht auf die vorbeirauschenden Langläufer (viele waren es bei unserem Besuch nicht), sollte man jedoch auf dem Winterwanderweg bleiben und nicht die Loipe mit den Schneeschuhen zerstören!

 


Auf leisen Sohlen ging es für uns erst im Schatten immer entlang der Loipe bis wir endlich die wärmende Sonne und eine grandiose Aussicht in das Bergmassiv rund um den Hochkönig hatten.

 

Noch war unser Weg ohne nennenswerte Steigung jedoch das sollte sich bald ändern, denn der leider nicht ausgewiesene Schneeschuhtourenlehrpfad hielt für uns dennoch einige Höhenmeter bereit.

 

Da es dort keine Wegbeschilderung gab, mußten wir uns auf Mr. Bergfreaks feine Nase verlassen und diese führte und äußerst abenteuerlich durch die äußerst reizvolle Winterlandschaft.


So langsam stieg der Weg moderat an. Von unserer Sommerwanderung wußten wir, daß ein Weg über den Troiboden bis letztendlich zum Wanderweg hoch zum Hochkeil uns führen sollte und ich freute mich schon jetzt auf diese grandiose Aussicht auf die Mandlwände, der Sattelköpfe und der Vierrinnenköpfe.

 

Der Weg machte letztendlich einen "Knick" und führte uns durch schmale Waldpfade, weg vom Winterwanderweg immer weiter Richtung Troiboden und Skipiste. Vor uns öffnete sich ein "Winterwonderland" und ich mich freute mich sehr, hier entlang stapfen zu dürfen und diese unberührte Winterlandschaft zu bestaunen.

 

Der Schnee war tief und es kostete uns schon Kraft unseren Weg durch das fluffige Weiß zu bahnen, jedoch die Aufstiegsspur der Skitourengeher, welche mittlerweile vollständig "ausgetrampelt" war, lies uns die nötige Kraft geben einfach weiter zu gehen, stetig bergauf.

 


Die Aussicht, welche sich hier offenbart ist wirklich einzigartig. Mächtig präsentieren sich die Mandlwände, der Mensch wirkt gegen dieses imposante Felsmassiv einfach nur winzig und es herrschte so eine erholsame Ruhe, welche ich auf unseren Touren liebe und sehr schätze um den Kopf frei zu bekommen.

 

Die Natur entschleunigt hier voll und ganz und mit einem Lächeln im Gesicht beobachteten wir in der Ferne die Skifahrer welche sich auf den überfüllten Pisten tummelten.

 

Als wir zum 3. Mal die Skipiste queren mußten, waren wir froh, wieder in Richtung Troiboden unseren Weg fortsetzen zu können.

 

In der Sonne gönnten wir uns noch eine ausgiebige Pause und genossen die fantastische Aussicht in die Salzburger Bergwelt.

 

Und vorallem ein paar Schneebälle mußten für den schneeverrückten Mr. Bergfreak selbstverständlich auch noch sein. Was wäre eine Wintertour ohne Schneeballschlacht?


Auf der Sonnenterrasse des Arthurhauses liesen wir unseren Tag gemütlich bei Kasspatzen und Apfelstrudel ausklingen und ich komme sicherlich hier her wieder zurück um diese Aussicht und die wundervolle Bergwelt auf unseren Touren zu genießen.


Tourendaten

 

Da der Schneeschuhweg nicht ausgeschildert war, liefen wir eine große Schleife über die Loipe am Hochkönig über den Troiboden hoch zum Hochkeil. Bei der Ausstiegsstelle des Schleppliftes querten wir die Piste und gingen in einem Bogen wieder zurück über den Troiboden zur Endschleife der Langlaufloipe welche wieder ans Arthurhaus zurückführt. Sicherlich führt ein Weg direkt zum Arthurhaus, jedoch wir wollten dieses tolle Wetter und Panorama ausgiebig genießen und nahmen die längere Wegstrecke gerne in Kauf.

 

Gehzeit ca. 3 Stunden, Höhenmeter 280, Wegstrecke : 7,5 km

 

 

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit

 

Ich kann jeden die Einkehr im Arthurhaus sehr empfehlen. Die Terrasse bietet ein traumhaftes Panorama und der Apfelstrudel mit Vanillesoße ist ein Gaumenschmaus und die kuscheligen Gästezimmer lassen einem erholsame Nächte dort verbringen.




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