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Partschinser Wasserfall

Tosend rauschte das Wasser an uns vorbei - was Wasser doch für eine Kraft haben kann. Fasziniert stand ich auf der Aussichtsplattform des Partschinser Wasserfalls und blickte den Wassermassen hinterher welche an mir vorbei rauschten, nicht zu bändigen, wilde Naturschönheit!

 

Die aufpauschende Gischt gönnte mir eine Naturdusche und ich freute mich jetzt schon auf eine Einkehr in das Himbeerschloss von Südtirol.



Ausgangspunkt unserer Tour ist die Talstation der Texelbahn in Partschins. Wir gönnten uns den Luxus und schwebten mit der Seilbahn die ersten 800 hm hoch zur Bergstation um von dort aus Richtung  Nassereit auf den Meraner Höhenweg weiter zu gehen.

Oben angekommen genossen wir einen fantastischen Blick in den Meraner Talkessel rüber zum Rosengarten und den benachbarten Schlern.

 

Man spürte den Herbst schon in den Tälern, denn die Nebelschwaden kündigten unaufhaltsam die bunte Jahreszeit an.

Wir gingen nicht den direkten ausgeschriebenen Weg zum Wasserfall sondern machten uns auf im leichten Aufstieg zum Meraner Höhenweg Richtung Nassereit. Wir kannten diesen Wegabschnitt bereits von unserer 1.000 Stufen-Schlucht-Tour und freuten uns auf die bevorstehende Aussicht in das Meraner Land.

 


 

Über Stock und Stein ging es durch die herbstlichen Wälder und ich hielt nach dem "Bänkle" Ausschau welchen ich den Titel "Du bist das Schönste vom ganzen Land" verliehen hatte.

 

Nach gut 30 Minuten, einigen Wurzelstolperern und Pfadkurven später war ich an meinen Lieblingsfleck angekommen.

 

Ganz unscheinbar vom Wegesrand aus gesehen stand es auf einen vorgelagerten Felsen. Ja genau hier wollten wir rasten, genießen und einfach etwas Zeit verbringen um zu verstehen, dass wir uns in einem Paradies auf Erden bewegten. Es war unbeschreiblich schön dieser Ausblick.


Unser Weg führte uns nun in Serpentinen hinunter zur Nassereit Schützhütte. Die Nassereit Hütte lockt mit einer Einkehr, denn diese ist eine Genußhütte wo regionale Gerichte auf den Tisch kommen. Es besteht auch die Möglichkeit dort zu übernachten und früh am Morgen den Meraner Höhenweg weiter zu gehen. Schon von weitem hörten wir die zarten Glocken der dort weidenden Ziegen und Schafe.

 

Genußvoll gingen wir unseren Weg weiter bis mir auf einmal ein schrilles Pfeiffen in die Ohren kam. Ich glaubte meinen Augen nicht, auf den Steinen und Grashügeln meldeten sich Murmeltiere und blickten in Richtung Mr. Bergfreak. Eine Aufregung herrschte wer wohl zuerst in den Murmelbau verschwinden durfte und wir blieben stehen und schauten den kleinen Nagern liebevoll mit einem Lächeln im Gesicht beim fleißigen huschen über die Almwiesen zu.

 


Der Weg ging nun weiter an der Nassereit Hütte vorbei, stetig bergab ein kleines Stück auf der Straße bevor es links hinab in den Wald zum Wasser geht.

 

Immer wieder kreuzt man die Fahrstraße und nach gut 45 Minuten kommt man am am Gasthaus Wasserfall an. Dort geht es in fünf Minuten hoch zum Aussichtspunkt "Wasserfall".

 

Nach dem langen trockenen Sommer rauschten hier dennoch unzählige Liter Wasser in Sekunden an mir vorbei. Der Lärm welcher hier herrschte war nichts für Mr. Bergfreaks Ohren und somit gingen wir den Weg wieder zurück und guckten uns den Wasserfall von untern mal aus der Nähe an.

 

Eine faszinierende Erfrischung

 

Mein wasserverrückter Hund hatte eine Freude in den Bach seine Pfoten zu kühlen. Die Temperaturen waren sommerlich warm und somit genoß selbst ich die Erfrischung welche mir in Form von mikrofeinen Wassertröpfchen entgegen kam.

 

Mit seinen 100 m Fallhöhe kommt man sich wirklich sehr klein gegen diese Naturschönheit vor. Als ich staunend vor diesen Wassermassen stand fiel mir auf, das der feine Sprühnebel des Wassers in alle Regenbogenfarben glitzerte. Ich setzte mich mit meinem Lieblinsmenschen zum trocknen auf einen Bichl (vorgelagerter Grashügel) und genoß die wärmende Sonne und meine Käsesemmel welche ein Hochgenuß in dieser Landschaft war.



Der Dursterhof

Schon lange wollte ich mal dem Himbeerschloß von Südtirol einen Besuch abstatten und heute bot es sich der langersehnte Einkehrschwung an. Die 150 hm muss man vom Partschinser Wasserfall zum Dursterhof leider auf der Fahrstraße zurücklegen.

 

Schon an der Straße ist es nicht zu übersehen, hier gibt es Himbeeren. Beim Betreten des Dursterhofes und der darum befindlichen, höchstgelegenen Himbeerplantage auf 1.000 m, meint man in eine andere Welt einzutauchen. Ich fühlte mich wie in "Game of Thrones" und ganz bestimmt war ich die Prinzessin, denn wir ergatterten in den gut besuchten Lokal einen Logenplatz mit fantastischen Blick auf die Kurstadt Meran.

 

Als ich die Speisekarte aufschlug war ich nicht mal überrascht hier alles von Himbeeren vor zu finden. Himbeerkuchen, Himbeerlikör, Himbeerschnaps, Himbeersaft, Himbeeren mit Joghurt oder Eis und Himbeeren mit Kaiserschmarren. Ich bestellte mir einen frischen Joghurt mit Himbeeren und es war ein erfrischender Hochgenuß mit gigantischer Aussicht.


Nach ausgiebiger Rast ging unser Weg in 1 Stunde hinab nach Partschins (Achtung: sehr steil! und bei Nässe unangenehm zu gehen) durch Apfelplantagen und ein Stück weit auf dem Raablander Waalweg zu unserem Ausgangspunkt der Texelbahn Talstation.


Tourendaten

 

Von der Bergstation Texelbahn zur Nassereithütte

Nassereithütte zum Partschinser Wasserfall

Partschinser Wasserfall rüber und runter zum Dursterhof (Himbeerschloß)

Dursterhof zur Talstation der Texelbahn in Partschins

 

280 hm bergauf, 1.100 hm bergab, ca. 12 km, Gehzeit 5 Stunden

 

Alternativ kann man aber auch vom Dursterhof wieder zurück Richtung Wasserfall gehen.

Von Dort bringt einem der Bus 265 zurück zur Talstation der Texelbahn. Maulkorbpflicht für den Hund!

(Zeitersparnis: ca. 1,5 Stunden)

 

Alle Wege sind gut ausgeschildert und für Hunde gut machbar!

Bitte wegen der tierischen Alpenbewohner die Hunde an die Leine.


*unbezahlte Werbung*

Dieser Beitrag basiert auf einen privaten Aufenthalt im Dursterhof.

 

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