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Die Wimbachklamm, Berchtesgaden - Bayern

Die Wimbachklamm und die anschließende Wanderung in das 10 km lange Wimbachgries wurde als Bayerns schönster Wanderweg ausgezeichnet. Zu Recht trau ich mir behaupten, denn an Wildnis & Panorama fehlt es dieser Wanderung garantiert nicht. Tosendes Wasser bieten an heißen Tagen eine kleine Erfrischung bevor in den "Backofen" von Ramsau zwischen Watzmann und Hochkalter die Tour weitergeht.

 

Ein Bergerlebnis welches man bei einem Urlaub in Berchtesgadener Land unbedingt einplanen sollte.

 


durch die wimbachklamm

Die Tour startet am gebührenpflichtigen Parkplatz an der Wimbachbrücke bei der Nationalpark-Informationsstelle. Der Straße folgend gingen wir den Weg leicht bergauf und nach wenigen Metern gelangten wir an das "Wollhaus" wo man die Chips zum Einlaß in die Wimbachklamm kaufen kann (2,00 € ohne Gästekarte, 1,50 € mit Gästekarte).

 

Da es ein schwül-drückend heißer Sommertag war, freuten wir uns auf die kurze Erfrischung in der Klamm (diese kann auch umgangen werden) und standen etwas ratlos vor deren Eingang. Ein Drehkreuz, welches sich in Bewegung setzte wenn man den Chip einwarf, versperrte uns den Weg und ich fragte mich : wie kommt Mr. Bergfreak hier rein? Neben den Drehkreuz war eine Holzwand mit einem kleinen Durchschlupf von ca. 40 cm Höhe und 40 cm Breite. Kein Durchkommen für den großen Mr. Bergfreak.

 

Mit viel Raffinesse drängten wir uns durch das enge Drehkreuz & Mr. Bergfreak, welcher über diese Sekundensituation nicht recht begeistert war, blickte etwas verdutzt als wir ratternd das angsteinflößende Teil zum drehen begannen. 

 

Der nachfolgende Weg war aber wieder Belohnung und Seelenbalsam für unseren tapferen Buben.

 

 

 

Urwaldfeeling made in Bavaria!

 

Die nur 200 m lange Klamm führt einem auf Holzwegen durch die steil aufragenden Wände von denen zich kleine Wasserfälle mit einer kühlenden Gischt in die reisende Wimbach fließen.

 

Urwaldfeeling kam in uns auf, denn Farne zierten unseren Weg und die warme feuchte Luft tat ihr Nötiges dazu.

 

Bequem kann die Klamm über eingebaute Stege und Treppen begangen werden und viel zu schnell kommt man an das Ende des abenteuerlichen Weges.

 

Wer länger dieses Klammgefühl erleben möchte, der kann der Almbachklamm in Marktschellenberg einen Besuch abstatten. Diese ist 2,8 km lang und wird auch die große Schwester der Wimbachklamm genannt.

 

Für mich jedoch ist die Wimbachklamm ein absoluter Favorit, denn die nachfolgende Wanderung in den 10 km langen Schuttstrom, dem Wimbachgries, ist einzigartig und faszinierend zugleich.

 



unterwegs im wimbachgries

Nach dem Verlassen der Klamm öffnet sich dieses faszinierende Tal.

 

Während auf der anderen Seite sich vor tausenden von Jahren der Königsee füllte, bildete sich auf dieser Seite zwischen Watzmann und Hochkalter ein riesiger Schuttstrom welcher heute noch in unsehbarer Bewegung ist. Pflanzen können hier nur schwer Fußfassen und so gestaltet sich das Landschaftsbild sehr karg je weiter man in dieses Tal hinein wandert.

 

 Im ersten Drittel der Wanderung kann man immer die Erfrischung in Form eines Fußbades der eiskalten und reisenden Wimbach aufsuchen. Bänke laden zur Rast ein und Mr. Bergfreak war nicht abgeneigt in dieser brütenden Hitze die Pfoten im kühlen Nass zu erfrischen.


Nach kurzer Zeit ist die Wimbach dann endgültig verschwunden. Unterirdisch unter den Gesteinsmassen des Schuttstrom bahnt sich das Wasser seinen Weg und ab hier sollte genügend Wasser für den Hund im Gepäck sein.

 

Nach gut 2 Stunden Fußmarsch, welcher uns auf breiten Forstweg stetig leicht steigend auf 935 m bringt, standen wir vor dem Wimbachschloß wo ein erfrischendes Kaltgetränk von uns dankend angenommen wurde.

 

Von der Berggaststätte wanderten wir unseren Weg weiter durch diese karge aber faszinierend schöne Landschaft in das Tal hinein.

 

So faszinierend wie die Ansicht der wolkenverhangenen Berggipfel auch war, genauso heiß und drückend war dieser Weg an diesem schwül-warmen Sommertag.

 

Es war eine schweißtreibende Angelegenheit bis wir den 300 m breiten Griesstrom erreichten und waren beeindruckt was sich hier für eine Gebirgswelt majestätisch vor uns eröffnete.

 

Dieser Platz war für uns Endstation. Noch gut 3 km wären es bis zur Wimbachgrieshütte gewesen, jedoch in dieser Hitze und über diesen Schotter wollte ich Mr. Bergfreak nicht weiterführen.

 

Wir entschieden uns für den Rückweg. Nach gut 6 km kamen wir wieder zum Wasser und ließen unseren Mr. Bergfreak noch ein erfrischendes Bad in der kühlen Wimbach nehmen.



Wer sich gerne mal verzaubern lassen möchte, der sollte unbedingt dem Bergsteigerdorf Ramsau einen Besuch abstatten.

 

Malerisch gelegen, umgeben der Ramsauer Dolomiten, dem Hochkalter und dem Zauberwald liegt dieses kleine Dörfchen im Berchtesgadener Land. Was mich jedesmal zu einem Besuch dort verleitet, sind nicht nur die fabelhaften Wandertouren welche von hier gestartet werden können, sondern auch  die kleine Kirche St. Sebastian, welches als Fotomotiv unzählige Fotografen und Wanderer anlockt.

 


Tourendaten

 

Start/Ziel : Parkplatz Wimbachbrücke, Ramsau

 

Wanderung bis zum Wimbachschoß

300 hm und Gesamtstrecke 9,8 km

 

Wanderung bis zur Wimbachgrieshütte

700 hm und Gesamtstrecke 18 km

 

Wanderung Tour wie beschrieben:

500 hm und 13 km

 

Einkehrmöglichkeit im Wimbachschloß und auf der Wimbachgrieshütte.

Hinweg = Rückweg.



winterwandern im wimbachgries

Die Tour ist auch im Winter für eine tolle sonnige Winterwanderung geeignet welche fast noch schöner ist als eine Wanderung   im heißen Sommer. Wir wanderten diese mit Mr. Bergfreak als "Jungspunt" da die Runde auch für Junghunde (bis zum Wimbachschoß) geeignet ist.

 

Die Klamm ist im Winter geschlossen. Geöffnet von Mai bis November.



Nähkästchenplauderei zur

Wimbachklamm

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